Atlantiksegeln, Teneriffa – Madeira

Atlantik Segeln

Der erste (große) Schritt vom Steg an Bord in diesem Corona-Jahr: ein immer überaus spannender Moment (und beruhigend, wenn er trocken geglückt ist).  Wir verstauen die letzten Einkäufe, mir wird meine Koje gezeigt und ich laufe einmal über das Schiff und mache Angeber-Bilder um den Familienchat in Whatsapp zu beruhigen. Der Plan ist, direkt am nächsten Tag mittags abzulegen, sodass wir in Madeira mit unseren in Deutschland durchgeführten Tests noch einreisen können. Der nächste Tag wird entspannt mit einem Kaffee gestartet, alle sind noch sehr satt vom Vorabend. Wir bereiten das Schiff zum Ablegen vor. Der Marinero möchte die Rechnung über die bezahlte Hafengebühr sehen, wir suchen, statt Rechnung ist es schließlich unsere Überzeugungskraft, die den Marinero einwilligen lässt, uns ziehen zu lassen. Der Ableger wird kurz ruhig erklärt und genauso ruhig gefahren. Für mich als Yachti-Beginner immer eine Sensation, wenn das Ein- und Ausparken ohne Stress funktioniert!

Wir motoren uns um den Südwesten von Teneriffa und beschließen nach einiger Zeit, es doch mit den Segeln zu probieren… bei fast keinem Wind. Der Smutje bereitet das Abendessen vor und der Wind zieht langsam an. Delphine und Wale begleiten uns, während Martin in der Kombüse seinen Fehler bemerkt. Am Abendessen nimmt er nicht mehr teil. Der Salat und die Bolognese sehen wirklich sehr gut aus und schmecken auch vorzüglich. Beharrlich esse ich meine Schüssel und den Teller leer. Trotzdem sagte mir mein Bauchgefühl, dass auch ich mein Abendessen sehr bald wiedersehen werde… und auch mein Schicksal nimmt seinen Lauf: inzwischen haben wir die westliche Spitze Teneriffas passiert und der Wind hat wie erwartet auf 25 kn aufgefrischt, bei Sonnenuntergang erhalte ich eine sehr gastfreundliche Pütz (Smiley im Eimerboden, der auch nach „Befüllung“ standhaft weiterlächelte). Ich melde mich ab und schlummere mit schlechtem Gewissen und ein wenig Frust, dass ich meine Crew um ihren Schlaf bringe; den Sternenhimmel nur durch meine Luke und das Meeresleuchten diese Nacht gar nicht sehen werde.

Am folgenden Tag brennt die Sonne und so langsam kann ich eine nach der anderen Schicht Klamotten ablegen bis ich endlich in Short und barfuß das Sommer-Urlaubsfeeling (ohne Seekrankheit!) habe, auf das ich mich die ganze Zeit so sehr gefreut habe. Wir sitzen schwitzend im Cockpit und genießen die Ruhe und das weite Meer. Der Wind hat inzwischen abgenommen. Das Frachtschiff, das unseren Weg kreuzt, ist die einzige „Sensation“ des Tages und ich frische heimlich meine Knotenkunde auf.

Nächster Tag: nach einer mehrstündigen Motorfahrt aus Mangel an Wind, nun Segel setzen, danach gibt es ein kurzes, eher „fliegendes“ Frühstück. Mit meiner Teetasse und dem Blick auf das Meer in der Morgensonne komme ich zu dem Schluss, dass es mir ziemlich gut geht und ich sehr viel Glück habe auf diesem schönen Schiff und mit dieser angenehmen Crew segeln zu dürfen.

Madeira ist mittlerweile gut im Blick und durch den Motor ist das kabbelige Wasser im Windschatten auch erträglich genug, dass man sich ein letztes gemeinsames Frühstück auf See gönnen kann. Etwas später machen wir uns bereit, um den Hafen anzulaufen. Quinta do Lorde. Ein feierlicher und gleichzeitig auch etwas trauriger Moment, da hier unser Törn endet. Wir werden von einem Marinero empfangen, der uns unseren Platz anweist und beim Anlegen hilft. Aufgrung der Corona-Regeln erlauben uns die Behörden den Landgang erst 24 Stunden später. wir lesen und dösen, später kochen wir und als Absacker bietet Thomas fantastischen Rum an, der sogar mich als „Nicht-Rum-Trinker“ überzeugt. (Auch der teure Rum aus einem exquisiten Restaurant zwei Tage später schafft es nicht, den fantastischen „Aldea-Rum“ aus Teneriffa zu schlagen!). Zum Rum wird Seemannsgarn ausgetauscht und wir freuen uns bereits auf die nächste Reise. (Logbuchauszug Heike R.)

2 Wochen Azorentraum

Es hat schon Mehrwert so 14 Tage am Stück zu haben und einfach mal den Gedanken, den Zielhafen wieder zum richtigen Zeitpunkt zu erreichen ,etwas zu vergessen😃
Somit konnten wir den Starkwind die ersten 2 Tage mit der Erkundung von Terceira beginnen. Ohne große Erwartung waren wir begeistert von Land und Natur, es kommt einem vor wie eine Mischung aus Portugal, Irland und Dschungel. Die Natur ist atemberaubend.Für alle Inseln hatten wir das perfekte Crewmitglied an Bord. Unser Jochen lebt seit 20 Jahren auf den Azoren und kannte viele Geheimnisse der Inseln. Somit sind uns tolle Badespots, Wanderrouten und Gutes Essen nicht unentdeckt geblieben.Vielen, vielen Dank noch mal dafür😘diese Tipps werden natürlich an die nächsten Crews weitergegeben.
Perfektes Segelwetter hat uns die 2 Wochen begleitet und die Santa hat uns bei unterschiedlichen Windstärken von 3 bis 7 bft von Insel zu Insel gekuschelt. Unterwegs immer mit Blick auf tolle Kulissen.Natürlich kommt leider immer der Tag der Abreise, aber wir sagen, wir kommen wieder…es war soo schön😍

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Wir wollen Segeln

Es ist einige Zeit vergangen, seit dem letzten Törn, der im März abrupt wegen den Corona Beschränkungen beendet werden musste. Die Santa Maria liegt noch an ihrem Platz auf Teneriffa und wartet auf den Neustart. Wir hoffen sehr, dass es noch in diesem Sommer möglich wird innerhalb der Azoren zu Segeln, mal sehen wie sich die Situation dort entwickelt. Auf jeden Fall sind wir sehr zuversichtlich, dass unsere Mitsegeltörns ab Oktober innerhalb der Kanarischen Inseln wieder stattfinden werden. Der Törnplan für 2021 ist bereits online und es darf reserviert werden

Kanarensegeln Törnplan
Törnplan 2021 Mitsegeln Kanaren & Azoren

mehr unter www.kanarensegeln.com und www.azorensegeln.de

Goho and friends

In dieser Woche chartert eine Nürnberger Crew die Santa Maria komplett. Allesamt Legenden des Stadtteils Gostenhof, die den Segelsport genauso genießen möchten, wie die außergewöhnlichen kulinarischen Entdeckungen auf den Kanaren. Mit moderatem Wind beginnt die Woche mit Raum-Wind-Segeln nach La Gomera. Am Montag sammelt die Crew stürmische Hochseeerfahrung. Anfänglich Force 4 beginnt der Wind aufzufrischen und wir gehen ins 3. Reff bevor es in Spitzen mit 35 Knoten ordentlich aus Süd bläst. In Garachico machen wir einen Tag Pause und sind beeindruckt von der Schönheit des Ortes und seiner historischen Bedeutung als ehemaliges Handelszentrum. Über La Gomera und Las Galletas geht es zurück nach San Miguel. Eine hochmotivierte Truppe übt selbst am Ende der Woche noch diverse Manöver und schon wieder – viel zu schnell – ist eine wunderschöne Segelwoche zu Ende.
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Captain Cook

Ausschau halten in Captain Cook Pose wurde von unserem englischen Mitsegler von den ansonsten deutschen Seglern sehr gerne übernommen. Die internationale Crew pflegte ein spitzenmäßiges Bordklima untereinander. Die leichten Winde haben wir zum Kreuzen nach Santa Cruz genutzt wobei wir die Magie des Segelns bei Nacht genossen. Beim gemeinsamen Kochen an Bord erlebten wir ebenso leckere Highlights wie bei dem ein oder anderen Restaurantbesuch.
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Segeln mit Walen und fliegenden Delfinen

Eine eindrucksvolle Woche Kanaren-Segeln geht heute zu Ende. Eine tolle Crew mit zum Teil sehr erfahrenen SeglerInnen hat Teneriffa und La Gomera von Wasser und zu Land entdeckt und genossen! Bei moderaten Winden war das Segelerlebnis großartig und als faszinierende Zugabe sind wir mehrere Male von den Riesen der Meere, verschiedenen Walen Gruppen und hunderten Delfinen begrüßt und begleitet worden!
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